Saltwater Joys – Junge Chöre München bereisen Neufundland

Saltwater Joys – Junge Chöre München bereisen Neufundland im Sommer 2011

"Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis" sagte Oscar Wilde. Erfüllt von vielen neuen Eindrücken und wundervollen Erlebnissen sind die Jungen Chöre München von ihrer großen Fahrt in die östlichste kanadische Provinz Neufundland und Labrador zurückgekehrt.
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Um unsere Geschichten zu teilen und alle in den „Spirit of Newfoundland“ eintauchen zu lassen, laden wir schon jetzt zu unserem „Reiseberichtkonzert“ ein – der Termin wird in Kürze hier veröffentlicht.

Als kleiner Vorgeschmack hier ein kurzer Reisebericht:

Vier Wochen lang tourte eine Auswahl von 30 jungen Sängerinnen und Sängern unter Leitung ihres Musikalischen Direktors Bernhard Reimann durch Neufundland. Ein wesentlicher Teil der Reise bestand auch darin, Land und Leute näher kennen zu lernen, in die Kultur einzutauchen und sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen.
Bei insgesamt 14 Konzerten der Tour und über 15 weiteren, kürzeren Auftritten an verschiedensten Orten der kanadischen Provinz brillierten Junge Chöre München immer wieder. Wo immer sie gastierten: Es gab stehende Ovationen, die Bitte um Zugaben und Einladungen zu einer baldigen Wiederkehr schienen kein Ende zu nehmen.

Eine Vielzahl von unvergesslichen Auftritten

Besondere Veranstaltungsorte für Konzerte gab es viele. Dazu gehörten z.B. die Kirche Our Lady of Mercy in Port au Port West, die größte Holzkonstruktion der Provinz. Auch in den als nationales Kulturerbe anerkannten Kirchen St. Paul’s Anglican Church in Trinity und die St. Thomas‘ Anglican Church in St. John’s durfte der Chor singen. Diese, sowie die vielen anderen Auftrittsorte, boten eine jeweils ganz eigene Akustik, auf die Herr Reimann das Konzertprogramm optimal abstimmte.
Darüber hinaus wurde Junge Chöre München die Ehre zuteil, vom Vize-Gouverneur der Provinz Neufundland und Labrador empfangen zu werden. Eingeladen wurde der Chor ebenfalls zu einem „Civic Luncheon“ der Stadt St. John’s, ein Anlass, zu dem ein Mittagskonzert gegeben wurde.
Musik ist eine Sprache, die Menschen zusammenbringt und die überall verstanden wird. Die Sängerinnen und Sänger begeisterten ihr Publikum durch ihr musikalisches Können, ihren Einsatz und die sichtbare Freude am Gesang. Über den gesamten Zeitraum der Reise hinweg boten die Chöre und Solisten ein gleichbleibend hohes Niveau. Mit besonders großer Begeisterung wurden die eigens für diese Reise einstudierten lokalen Musikstücke aufgenommen. Das durchweg musikbegeisterte Publikum bot eine exzellente Kulisse für Junge Chöre München, ihre Freude an der Musik zu teilen.
Eine ganz besondere Note gewannen sowohl Auftritte als auch Konzerte durch Blair Gaulton, dem „Master of Ceremonies“, der die Zuhörer mit viel Engagement und Leidenschaft durch das Programm führte.

Eintauchen in andere Welten

Und doch war Musik nicht alles. Die Tournee begann an der Westküste der Insel Neufundland und führte durch fast alle Ecken der Insel, wo immer wieder atemberaubende Landschaften alle in ihren Bann zogen. Die noch relativ unberührte Natur mit ihrer Vielzahl von Seen und Wäldern und den tollen, abwechslungsreichen Küstenlandschaften begeisterte alle Sängerinnen und Sänger. Es gab viel zu bestaunen – darunter Eisberge, Elche, Lachse, Papageientaucher und diverse andere Seevögel.
Neben Naturschauplätzen, Nationalparks und geschützten Kulturgütern konnten alle im Laufe der Reise einiges aus der Geschichte der Provinz erfahren – insbesondere über Ureinwohner, Franzosen, Engländer und die immense Bedeutung der Fischerei.
Immer wieder gab es die Gelegenheit, mit den Menschen näher in Kontakt zu kommen und die herzliche Gastfreundschaft zu genießen. Bei gemeinsamen Veranstaltungen und Treffen mit der Bevölkerung lernte man sich in ungezwungenem Rahmen besser kennen und fühlte sich schnell heimisch.

Eine phantastische Reise

Es hat sich gezeigt, dass sich die nicht immer einfache Vorbereitung und der unermüdliche Einsatz sowohl auf musikalischer als auch auf organisatorischer Seite mehr als gelohnt hat.
Die Reise wird für alle ein unvergessliches Erlebnis bleiben – Sängerinnen und Sänger, Chorleitung, musikalische Begleitung und Reiseleitung ebenso wie für das lokale Publikum, in Neufundland ansässige Ausländer, Touristen, die zufällig auf die Jungen Chöre stießen - und all jene, die sich zu regelrechten Chor-Groupies entwickelten und dem Chor begeistert folgten.


Vielen herzlichen Dank an alle, deren Einsatz und Unterstützung diese fantastische Reise ermöglicht hat!